Für Reinräume gelten strenge Anforderungen an die eingesetzten Materialien und die technische Ausführung. Grundlage für die Planung bilden unter anderem die Vorgaben der ISO 14644 sowie das individuelle Reinraumkonzept des jeweiligen Projekts. Auch der Bodenaufbau muss auf diese Anforderungen abgestimmt werden.
KABO kann Doppelböden für Reinraumanwendungen projektspezifisch realisieren. Dabei werden ausschließlich geeignete Systemkomponenten berücksichtigt und die Ausführung auf die jeweiligen Anforderungen des Reinraumkonzepts abgestimmt. Voraussetzung hierfür ist, dass die relevanten Vorgaben des Kunden bereits in der Planungsphase vorliegen.
Sie planen einen Reinraum und möchten prüfen, ob ein KABO-Doppelboden für Ihr Projekt geeignet ist? Sprechen Sie uns gerne an.
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Unsere Doppelböden für Reinräume im Überblick
Doppelböden (Rainraumflächen):
Modulare Systemböden mit Installationsraum im Hohlraum.
Schaltwartenböden (Reinraum-Funktionsbereiche / Technikzonen):
Kombination aus begehbaren Platten und offenen Rahmenbereichen für Anlagen und technische Funktionszonen.
Weitere Systemböden
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Anforderungen an Konstruktion und Oberfläche
Normen wie ISO 14644 definieren Reinräume über die zulässige Konzentration luftgetragener Partikel. Daraus ergeben sich indirekt Anforderungen an alle Raumoberflächen – also auch an den Bodenaufbau. Ziel ist es, Partikelquellen zu minimieren, eine zuverlässige Reinigung zu ermöglichen und gleichzeitig die technische Infrastruktur sicher zu integrieren.
Ein Doppelboden im Reinraum muss daher mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Neben der mechanischen Tragfähigkeit und der Integration von Leitungen steht insbesondere die Oberflächenqualität im Fokus. Die Nutzoberfläche des Bodens sollte möglichst glatt, dicht und unempfindlich gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sein. Beschädigungen, offene Poren oder schwer zugängliche Fugen können dagegen potenzielle Partikelquellen darstellen und erschweren die Reinigung.
Darüber hinaus müssen Bodenaufbauten häufig in das elektrostatische Gesamtkonzept eines Reinraums integriert werden. In vielen industriellen Anwendungen – etwa in der Elektronikfertigung oder bei empfindlichen Mess- und Produktionsprozessen – kann elektrostatische Aufladung (ESD) zu Störungen oder Schäden führen. In solchen Fällen werden ableitfähige Bodenaufbauten eingesetzt, bei denen Belag, Bodenplatte und Unterkonstruktion elektrisch miteinander verbunden und in das Erdungssystem eingebunden sind.
Welche konstruktiven Details dabei erforderlich sind, hängt immer vom jeweiligen Reinraumkonzept, den eingesetzten Anlagen und den betrieblichen Abläufen ab. Entsprechend wird der Bodenaufbau in der Regel projektbezogen geplant und mit den Anforderungen der Gebäudetechnik sowie der Reinraumplanung abgestimmt.
Elektrostatische Ableitfähigkeit und technische Infrastruktur
Elektrostatische Entladungen können empfindliche elektronische Bauteile beschädigen oder Mess- und Produktionsprozesse beeinflussen. Daher werden in entsprechenden Bereichen Bodenaufbauten eingesetzt, die elektrische Ladungen gezielt ableiten können. Bei einem Doppelboden im Reinraum wird die Ableitfähigkeit in der Regel als Systemeigenschaft betrachtet. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Komponenten: der eingesetzte Bodenbelag, die Bodenplatte, die metallische Unterkonstruktion sowie die Einbindung in das Gebäudeeerdungssystem.
Neben elektrostatischen Anforderungen übernimmt der Doppelboden im Reinraum häufig auch eine infrastrukturelle Funktion. Der Installationsraum unterhalb der Bodenplatten ermöglicht eine strukturierte Führung verschiedener technischer Systeme, beispielsweise:
- Strom- und Steuerleitungen
- Daten- und Kommunikationskabel
- Medienleitungen für technische Anlagen
- Anschlusspunkte für Maschinen oder Laborgeräte
Durch den modularen Aufbau eines Systembodens können einzelne Platten bei Bedarf aufgenommen werden, um Zugang zu den darunterliegenden Installationen zu erhalten. Dies erleichtert Wartungsarbeiten sowie spätere Anpassungen der technischen Infrastruktur, ohne dass bauliche Eingriffe in Wand- oder Deckenkonstruktionen erforderlich werden.
Systemaufbau eines Doppelbodens für Reinräume
Für Reinraumumgebungen wird der Bodenaufbau in der Regel als technisches System geplant, das sowohl die Nutzoberfläche als auch die darunterliegende Infrastruktur berücksichtigt. KABO realisiert hierfür modulare Systemböden, die sich projektbezogen konfigurieren lassen und je nach Anforderungen an Tragfähigkeit, Bauhöhe und technische Integration angepasst werden können.
Der konstruktive Aufbau eines KABO-Doppelbodens basiert auf einem Raster aus einzelnen Bodenplatten, die auf höhenverstellbaren Stahlstützen montiert werden. Zwischen Rohboden und Nutzoberfläche entsteht ein Hohlraum, der als Installationszone für Kabel, Leitungen und weitere technische Komponenten dient. Dieses Prinzip ermöglicht es, die Infrastruktur eines Reinraums übersichtlich und zugänglich zu organisieren.
Die einzelnen Bodenplatten bilden dabei die tragende Fläche des Systems. Sie werden in ein präzise ausgerichtetes Stützenraster eingesetzt und können bei Bedarf einzeln aufgenommen werden. Dadurch bleibt der Zugang zu Installationen im Hohlraum auch im laufenden Betrieb möglich.
Bodenplatten, Unterkonstruktion und Rastermaß
Die tragende Struktur eines KABO-Doppelbodens besteht aus höhenverstellbaren Stahlstützen, die auf dem Rohboden befestigt werden. Auf diesen Stützen liegen die Bodenplatten auf und bilden gemeinsam eine stabile, modulare Fläche. Das System arbeitet typischerweise in einem Rastermaß von 600 × 600 mm, wodurch eine klare Struktur für die spätere Nutzung entsteht.
Die Stützen ermöglichen eine präzise Einstellung der Bodenhöhe und sorgen dafür, dass auch größere Installationsräume unterhalb des Bodens realisiert werden können. Je nach Projektanforderung können zusätzliche Traversen oder Rasterstäbe eingesetzt werden, um die Tragfähigkeit oder die Stabilität des Systems weiter zu erhöhen.
Beläge und Oberflächen für Reinraumumgebungen
Die Bodenplatten bilden die tragende Struktur des Systems, während der Belag die funktionalen Eigenschaften der Oberfläche beeinflusst (etwa Reinigbarkeit, chemische Beständigkeit oder elektrostatische Ableitfähigkeit).
In Reinraumumgebungen wird der Reinraum-Bodenbelag daher gezielt auf die jeweiligen Betriebsbedingungen abgestimmt. Wichtige Kriterien sind unter anderem eine möglichst dichte Oberfläche, eine geringe Abriebneigung sowie die Beständigkeit gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Auch die Integration in ein mögliches ESD-Konzept kann bei der Auswahl eine Rolle spielen.
KABO-Systemböden können mit unterschiedlichen Belagsarten ausgestattet werden, die je nach Nutzung und Anforderung gewählt werden. Dazu zählen beispielsweise:
- PVC-Beläge: häufig eingesetzt in technisch geprägten Bereichen, da sie eine dichte Oberfläche und gute Reinigbarkeit bieten
- Linoleum oder Kautschuk: robuste Beläge mit widerstandsfähiger Oberfläche
- HPL-Oberflächen: harte, abriebfeste Deckschichten für stark beanspruchte Bereiche
Welche Belagslösung geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Reinraumklasse, die eingesetzten Reinigungsverfahren, die mechanische Beanspruchung durch Geräte oder Transportmittel sowie mögliche elektrostatische Anforderungen.
Da der Belag direkt auf den Bodenplatten des Systembodens aufgebaut wird, bleibt das modulare Prinzip des KABO-Doppelbodens vollständig erhalten. Einzelne Platten können weiterhin aufgenommen werden, sodass auch bei installiertem Belag ein Zugang zu Installationen im Hohlraum möglich bleibt.
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Vorteile eines Doppelbodens im Reinraum
In Reinräumen müssen bauliche Lösungen sowohl den Anforderungen an kontrollierte Umgebungsbedingungen als auch den technischen Anforderungen moderner Produktions- oder Laboranlagen gerecht werden. KABO-Doppelböden verbinden diese Aspekte, indem sie eine belastbare Nutzoberfläche mit einem zugänglichen Installationsraum kombinieren.
Je nach Projektkonzept ergeben sich dabei mehrere praktische Vorteile:
- Installationsraum für technische Infrastruktur
Der Hohlraum unterhalb der Bodenplatten ermöglicht eine strukturierte Führung von Kabeln, Leitungen und Medienanschlüssen. Dadurch kann technische Infrastruktur übersichtlich organisiert und bei Bedarf erweitert werden. - Zugang zu Installationen im laufenden Betrieb
Einzelne Bodenplatten lassen sich aufnehmen, sodass Wartungsarbeiten oder Anpassungen an der technischen Infrastruktur möglich sind, ohne in Wände oder Decken eingreifen zu müssen. - Modulare Anpassbarkeit des Systems
Durch den rasterförmigen Aufbau der KABO-Doppelböden können Komponenten wie Kabeldurchführungen, Lüftungsplatten oder zusätzliche Installationspunkte in die Bodenfläche integriert werden. - Projektbezogene Anpassung an technische Anforderungen
Bauhöhe, Belastbarkeit, Belag und Systemkomponenten lassen sich an die jeweiligen Anforderungen eines Reinraums anpassen, etwa an Maschinenlasten oder infrastrukturelle Anforderungen. - Strukturierte Integration in Gebäudetechnik und Reinraumplanung
Die Bodenkonstruktion kann bereits in der Planungsphase mit der technischen Gebäudeausrüstung und dem Reinraumlayout abgestimmt werden.
Insgesamt kann ein Systemboden damit dazu beitragen, technische Infrastruktur und Nutzfläche in einem gemeinsamen Bodensystem zu organisieren.
Planung und Umsetzung
Bei KABO-Doppelböden erfolgt die Auslegung des Systems projektbezogen. Dabei werden sowohl die Anforderungen des Reinraums als auch die technischen und statischen Randbedingungen des Gebäudes berücksichtigt.
Zu den zentralen Planungsparametern gehören unter anderem die erforderliche Bauhöhe, die Belastbarkeit der Bodenplatten, die Integration technischer Infrastruktur sowie die Auswahl eines geeigneten Bodenbelags. Auch die Schnittstellen zur technischen Gebäudeausrüstung (beispielsweise für Energieversorgung, Datenleitungen oder Anlagenanschlüsse) müssen frühzeitig berücksichtigt werden.
Ein typischer Projektablauf kann dabei wie folgt aussehen:
- Technische Klärung und Projektanalyse
Zu Beginn werden die grundlegenden Anforderungen des Projekts erfasst. Dazu gehören beispielsweise Reinraumklasse, geplante Nutzung des Raumes, Maschinenlasten, notwendige Installationsräume sowie Anforderungen an Oberflächen oder elektrostatische Ableitfähigkeit. - Planung des Bodensystems
Auf Grundlage dieser Anforderungen wird das Systemkonzept für den Doppelboden entwickelt. Dazu zählen unter anderem Rasteraufbau, Bauhöhe, Tragstruktur sowie mögliche Integration von Komponenten wie Kabeldurchführungen oder Lüftungsplatten. - Werkplanung und technische Abstimmung
In der Werkplanung werden die Systemparameter konkretisiert und mit der technischen Gebäudeausrüstung sowie der Reinraumplanung abgestimmt. Ziel ist eine klare Koordination zwischen Bodensystem, Installationen und Raumlayout. - Materiallieferung und Montage des Doppelbodens
Die Komponenten des Systembodens werden geliefert und vor Ort montiert. Dabei werden die Stützen exakt ausgerichtet, die Bodenplatten eingesetzt und gegebenenfalls weitere Systemkomponenten integriert. - Dokumentation und Übergabe
Nach der Installation erfolgt die technische Dokumentation des Systems. Diese umfasst beispielsweise Systemparameter, verwendete Komponenten und relevante Planungsunterlagen.
Durch diese strukturierte Vorgehensweise lässt sich ein KABO-Doppelboden in das jeweilige Reinraumkonzept integrieren und an die technischen Anforderungen des Projekts anpassen.
Noch Fragen?
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu unseren Reinraum-Doppelböden
Welche Anforderungen muss ein Reinraumboden erfüllen?
Reinraumböden müssen unter anderem eine glatte, dichte und gut zu reinigende Oberfläche aufweisen. Außerdem können Anforderungen an Abriebfestigkeit, chemische Beständigkeit sowie an elektrostatische Ableitfähigkeit bestehen. Die konkreten Vorgaben hängen von Reinraumklasse und Nutzung ab.
Sind Doppelböden für Reinräume geeignet?
Doppelböden können in Reinräumen eingesetzt werden, wenn Konstruktion, Belag und Systemintegration den jeweiligen Reinraumanforderungen entsprechen. Entscheidend ist, dass der Bodenaufbau in das Gesamtkonzept des Reinraums und der technischen Gebäudeausrüstung integriert wird.
Welche Beläge eignen sich für einen Reinraum-Doppelboden?
Für Reinraumumgebungen werden meist dichte, abriebfeste und gut zu reinigende Beläge verwendet. Dazu zählen beispielsweise PVC-Beläge, Linoleum, Kautschuk oder HPL-Oberflächen. Die Auswahl erfolgt projektbezogen und richtet sich nach Nutzung, Reinigungsanforderungen und möglichen ESD-Vorgaben.
Können Installationen unter einem Doppelboden im Reinraum geführt werden?
Ja. Der Hohlraum unterhalb eines KABO-Doppelbodens kann als Installationszone für Stromleitungen, Datenkabel oder andere technische Medien genutzt werden. Durch die modularen Bodenplatten bleiben diese Installationen zugänglich.
Wie erfolgt der Zugang zu Installationen im Doppelboden?
Einzelne Bodenplatten können aufgenommen werden, um Zugang zum Installationsraum zu erhalten. Dadurch lassen sich Wartungsarbeiten oder Anpassungen an der Infrastruktur durchführen, ohne den gesamten Boden öffnen zu müssen.




